
Sehr häufig kommt die Frage auf, ob Monatslinsen wirklich nur für einen Monat getragen werden dürfen - und von vielen Seiten kommen gerade im Internet gewagte Spartipps. Vielfach wird die Auffassung verbreitet, Monatslinsen könnten nicht 30 Tage lang, sondern 30 Mal getragen werden - eine Praxis, von der eindeutig abzuraten ist. Das Phänomen, dass sich Monatslinsen auch nach einem Monat noch frisch anfühlen, dürfte jedem Linsenträger bekannt sein - doch dieser Umstand wiegt die Nutzer in trügerischer Sicherheit. Aus gleich mehreren Gründen sollten Monatslinsen auch wirklich nur einen Monat lang getragen werden.
Erstens: Ablagerungen und Verschmutzungen. Monatslinsen sind aus weichem, porösen Kunststoff hergestellt, auf dem sich Ablagerungen bilden können - schon ab dem ersten Tragen. Denn der Kontakt zur Umgebungsluft sorgt ebenso wie Tränenflüssigkeit dafür, dass die Linsen langsam und unbemerkt verschmutzen. Die Folge sind Keime, die sich in den Linsen ansammeln - nach Ablauf des Verfalldatums kann für die Hygiene nicht mehr garantiert werden. Zudem verhärtet das Material auf Dauer und wird sauerstoffundurchlässig.
Zweitens: die Gewährleistung. Wer Kontaktlinsen über das Verfalldatum hinaus trägt, kann im Fall eines Falles nur noch schwer Schadensersatzforderungen gegen den Hersteller geltend machen. In der Folge bleiben die Träger von Monatslinsen auf den Kosten sitzen, wenn ihre Augen durch die Linsen Schaden erleiden.
Klar: wenn Monatslinsen nun einen Tag länger getragen werden, geht sicherlich die Welt nicht unter. Eine ständige Verlängerung der Tragezeit sollte aber nicht geschehen - wer sich nicht an die Wechselzeit erinnern kann, für den gibt es bei MrLens Hilfe in Gestalt des Lens Alert, der an das Ende der Tragezeit erinnert.
